Gott, ich liebe Las Vegas!

Ich bekomme jetzt schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich an meine Reise nach Las Vegas denke: Die Stadt ist jedes Mal wieder eine Offenbarung für mich, ein riesiger Spielplatz für jung und alten, mitten in der Wüste und damit eigentlich im Nichts – denn im Prinzip gibt es keinen Grund dafür, dass Las Vegas dort ist, wo es sich heute befindet.

Las Vegas Foto

Genau genommen sollte die Stadt überhaupt nicht existieren, gibt es doch im Umkreis von ein paar hundert Kilometern keine natürlichen Wasserreserven (bis auf den Hoover Dam), Gold hat man in Las Vegas nie gefunden und an zentralen Straßen liegt es auch nicht. Der einzige Grund für die Existenz von Las Vegas ist daher sein Status als Touristenmagnet aufgrund seiner tollen Hotels, die nicht von ungefähr an Disneyland erinnern und mit großartigem Essen aufwarten.

Aber es ist ja nicht so als sei der USA Südwesten überhaupt in irgendeiner Art und Weise normal, denn das Gebiet an der Westküste von Kalifornien über Nevada bis hin zu Utah und Arizona ist ein Landstreifen, den es so kein zweites Mal auf der Welt gibt. Man kann einen Tag in den Bergen wandern und am nächsten Tag sich mehrere dutzend Meter unter dem Meeresspiegel befinden und um die 50 Grad Celsius haben – das gibt es kein zweites Mal auf der Welt.

Überhaupt ist die Gegend eigentlich optimal für eine Rundreise mit Mietwagen oder Wohnmobil, denn die Straßen sind klasse, man hat überall richtig viel Platz und es gibt auch keine Probleme, mit dem Wohnmobil einen guten Campingplatz zu finden, da es in quasi jeder Ecke wirklich einen schönen gibt. Vor allem sind die Campingplätze im USA Südwesten ja nicht etwa so langweilig und spießig wie bei uns in Deutschland, denn im Westen der USA hat man immer richtig viel Platz, steht in Mitten der Natur, bekommt normalerweise einen eigenen Grill und eine Picknickbank sowie Strom, Wasser und Abwasser, so dass es nie Probleme mit der Versorgung gibt.

Einkaufen geht man dann ganz normal in einem der riesigen Supermärkte in den USA, wo es unglaublich viel Auswahl gibt: Allein die Tiefkühlabteilung ist größer als bei uns so mancher Supermarkt, aber auch in Hinblick auf Obst und Gemüse gibt es wahnsinnig viel Auswahl – und das Tolle ist, dass das Gemüse und Obst in den USA überwiegend frisch ist, weil es in der Nähe angebaut wird. Kalifornien ist ja sehr berühmt für seine Orangen, aber auch Avocado werden dort angebaut und dann frisch nach Las Vegas geliefert, um dort auf den Büffets verzehrt werden zu können.

Ich liebe die USA

USA FotoHeute ist ja der vierte Juli, also der Unabhängigkeitstag in den USA oder auch Independance Day genannt, auch wenn das seit dem Film mit Will Smith und Bill Pullman immer einen etwas faden Beigeschmack für mich hat. Denn der Film war ja nicht so wirklich gut und noch dazu waren die Ideale in dem Film dann ein wenig, naja, USA-typisch, also in der Hinsicht als dass ich das an den USA eben nicht so mag. Aber das Land an sich ist aus meiner Sicht wunderschön, denn es hat so viele unterschiedliche Facetten, die man so von uns in Deutschland oder selbst in ganz Europa eigentlich nicht kennt.

Das Tollste an den USA sind nämlich die großen Unterschiede, die es zwischen den verschiedenen Teilen des großen weiten Landes gibt. Florida im Südosten mit seinen Floriday Keys und Cape Canervy zum Beispiel ist etwas ganz anderes als die Nordostküste mit seinen großen Städten wie New York und Washington und der Norden mit Chicago und den Niagara Falls dann wieder etwas ganz anderes.

Genauso ist die Mitte des Landes mit seinen eher kahlen Landschaften und den unendlich weiten Feldern sehr interessant, zumal es da ja auch noch den tollen National Park Yellowstone mit seinen bedrohlichen Vulkanen und außerdem New Orleans im Süden gibt, die ich vor allem aus James Bond Filmen sehr interessant finde. Aber auch Texas hat ja seine Eigenarten, auf die ich jetzt gar nicht so genau eingehen will.

Und noch schöner wird es dann, wenn man weiter in den Westen der USA kommt: Im Norden hat man da Seattle, was nicht weit von Vancouver entfernt ist, eine sehr schöne Stadt, weiter unten an der Westküste hat man dann viele großartige Wälder wie im Redwood National Park – und dann kommen die Städte wie San Francisco und Los Angeles oder auch San Diego, die einfach nur der Wahnsinn sind. Von Las Vegas ganz zu schweigen.

Darüber hinaus sind die National Parks in den USA einfach immer wieder einen Blick wert, der Grand Canyon etwa oder auch unbekanntere Parks wie Joshua Tree, Bryce Canyon und das Death Valley, in dem es gerade besonders heiß sein soll – ich hoffe, das wird bis zu meiner nächsten Reise etwas besser…